zurück drucken

Marktenwicklung

Ende der Durststrecke in Sicht

Die Werkstattausrüster müssen derzeit eine längere Durststrecke

überstehen als erwartet. "Die wirtschaftliche Lage in Europa hat sich in den letzten zwölf Monaten kaum verbessert. Wir warten immer noch auf eine signifikante Belebung der Nachfrage", fasst Klaus Burger, Präsident des ASA-Verbandes die Entwicklung des Werkstattausrüstungsmarktes im abgelaufenden Kalenderjahr 2013 zusammen.

Gründe für die schwache Nachfrage

Die Gründe für die derzeit schwache Nachfrage nach Werkstattausrüstungsgegenständen sind vielfältig. So wirkt sich den Worten Burgers zufolge der Rückgang bei den Neuwagenverkäufen negativ auf die Investitionsbereitschaft der Autohäuser aus. Zudem führen die anhaltende Diskussion über die Inhalte der periodischen technischen Fahrzeuguntersuchung (PTI) und die zum Teil polemisch geführte Debatte über die Endrohrprüfung bei der AU zur Verunsicherung des Marktes. Nicht zuletzt bewirke die immer noch nicht geklärte Situation bei den neuen Kältemitteln für eine Zurückhaltung der Käufer, was vor allem die Hersteller von Klimaservicegeräten hart treffe.

Hoffnung auf Belebung des Marktes

Dennoch rechnet der ASA-Präsidenten ab dem zweiten Quartal 2014 mit einer Belebung des Marktes. "Wir vertrauen auf Impulse, die neue Fahrzeugtechnologien mit sich bringen werden und der Mobilität aller Autofahrer zugute kommen", sagt Burger. Auch die guten Aussichten für ein Anziehen der Konjunktur in Deutschland, die erwartete Absatzsteigerung bei Neufahrzeugen und die bevorstehende Automechanika 2014 geben laut Burger Grund zur Hoffnung, dass das Ende der Durststrecke im Werkstattausrüstungsmarkt bald erreicht sein wird. Vor allem die Märkte in Asien und Afrika zeigen seiner Einschätzung nach die größten Wachstumspotenziale.

Technisch fundierte Diskussion statt populistische Argumente

Unter dem Dach des europäischen Werkstattausrüsterverbandes EGEA engagiert sich der ASA-Verband bereits seit vielen Jahren dafür, dass Sicherheits- und Umweltschutzaspekte in der europäischen PTI-Gesetzgebung stärker berücksichtigt werden. Und das mit Erfolg. "Die Entscheidung des EU-Parlaments im Sommer dieses Jahres, die Endrohrprüfung bei der AU europaweit als bevorzugte Messmethode beizubehalten, ist unter anderem dem unermüdlichen Engagement des EGEA-Büros zu verdanken. Dessen Arbeit unterstützen wir inhaltlich, personell und finanziell ", sagt Burger.

"Allerdings betrachten wir mit Sorge, dass die Automobilhersteller und der ADAC ihre Marktposition missbrauchen und mit inhaltlich falschen und populistischen Argumenten versuchen, mit Unterstützung aus höchsten politischen Kreisen die europäische PTI-Gesetzgebung in ihrem Sinne zu manipulieren", fügt der ASA-Präsident hinzu. Bei den strittigen Punkten bezüglich der Abgasuntersuchung seien klare und technisch fundierte Diskussionen notwendig, die zu politisch korrekten Entscheidungen führen. "Unser Ziel ist es, technisch korrekte und gleichzeitig wirtschaftliche Lösungen zu finden, die sowohl zu einem besseren Umweltschutz und mehr Sicherheit im Straßenverkehr führen, als auch für die Autofahrer wirtschaftlich vertretbar sind. Argumente, die nur mit den Kosten für die Autofahrer polemisieren, bringen uns nicht weiter", betont der ASA-Präsident.

 

ASA Abend - Automechanika 2012

Klaus Burger, Präsident des ASA-Bundesverbandes