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Prüftechnik

Gleichbehandlung aller Messgeräte

Am 1.1.2015 tritt in Deutschland das neue Eichgesetz in Kraft. Es überträgt die Inhalte der europäischen Messgeräterichtlinie (2004/22/EG) auch auf innerstaatlich zugelassene Messgeräte. Somit gelten künftig für alle eichpflichtigen Messgeräte die gleichen Anforderungen, wenn sie auf den Markt gebracht werden. "Wir begrüßen diesen Schritt sehr. Damit ist zumindest in Deutschland und in einigen europäischen Ländern eine Gleichbehandlung der Abgasmessgeräte und Dieselopazimeter sichergestellt", sagt Harald Hahn, Leiter des ASA-Fachbereichs Diagnose. Für Kfz-Werkstätten und Prüfstellen bringt das neue Eichgesetz zwei wesentliche Änderungen mit sich. So wird es bei neuen Geräten keine Ersteichung und somit kein Eichsiegel mehr geben. Letzteres wird durch die Konformitätserklärung ersetzt. An Stelle des Eichsiegels wird es eine Kennzeichnung geben, die über die Konformität des Messgerätes informiert. Die zweite Neuerung ist die so genannte Anzeigepflicht. Demnach sind Anwender neuer oder erneuerter Messgeräte gemäß §32 des Eichgesetzes verpflichtet, den Einsatz dieser Geräte innerhalb von sechs Wochen nach der Inbetriebnahme der zuständigen Behörde anzuzeigen. "Die Anzeigepflicht sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Verstöße gegen das Eichgesetz oder die Eichordnung werden mit Bußgeldern geahndet," gibt Harald Hahn zu verstehen. Die jährliche Pflicht zur Nacheichung der Messgeräte bleibt vom neuen Eichgesetz unberührt.


 

 

Bei neuen eichpflichtigen Geräten, wie z.B. Abgastester, ist künftig keine Ersteichung mehr erforderlich. Foto: Texa