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Prüftechnik

Intakte Mechanik - präzises Ergebnis

Neue Lichtassistenzsysteme sorgen für bessere Sicht bei Dunkelheit. Allerdings dürfen sie ebenso wie klassische Scheinwerfer andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden. Sonst stellen sie ein Sicherheitsrisiko dar. Für das korrekte Prüfen und Justieren der Scheinwerfereinstellung wird neben einem exakt nivellierten Prüfplatz ein Scheinwerfereinstell- und Prüfgerät (SEP) benötigt, das die Lage der Hell-Dunkel-Grenze präzise anzeigt. Um sicherzustellen, dass die bei der HU verwendeten SEP die erforderlichen Kriterien erfüllen, wird die derzeit gültige Richtlinie für die Prüfung von SEP aus dem Jahr 1981 grundlegend überarbeitet. "Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass SEP jüngerer Bauart ab einem mittleren Qualitätsstandard die optischen Voraussetzungen erfüllen", sagt Frank Beaujean Leiter des ASA-Fachbereichs Prüftechnik. Ein besonders Augenmerk gelte jedoch der Mechanik. Hier sei es entscheidend, dass der Gleichlauf der Visiereinrichtung und der Säule sowie der Bogenlauf des Fahrwagens innerhalb der Toleranzen bleibt. Dies soll künftig auch bei der Stückprüfung der SEP verifiziert werden. "Werkstätten und Prüforganisationen, die mit einem mechanisch intakten SEP aktueller Bauart arbeiten, haben aufgrund der neuen Richtlinie keine Zusatzinvestitionen zu befürchten", stellt Beaujean klar. Allerdings müsse künftig noch mehr darauf geachtet werden, SEP als empfindliche Messinstrumente pfleglich zu behandeln und mechanische Defekte umgehend zu beseitigen.

 

Scheinwerfereinstellgeräte müssen eine intakte Mechanik aufweisen, um die Lage der Hell-Dunkel-Grenze präzise anzuzeigen. Foto: Linzing